Start › Frag Elin – Wissen › Stall, Haltung & Einstreu
Was ist der Unterschied zwischen Strohpellets und Strukturpellets?
Gemeinsamkeiten
Beide Produkte werden aus Stroh hergestellt und zu Pellets gepresst. Beide sind rieselfähig, lassen sich dosieren und in der Box gezielt nachstreuen. Beide sind strohbasiert – bei Pferden, die Einstreu fressen, bleibt deshalb der Fressanreiz ein Thema, unabhängig von der Pressform.
Aufbereitung und Körnung
Strukturpellets sind auf ein gröberes, aufgeschlossenes Material ausgelegt: Sie zerfallen nach dem Anfeuchten zu einer strukturstabilen Streu, die Feuchtigkeit schnell bindet und weniger zum Verklumpen neigt. Strohpellets sind kompakter gepresst und quellen beim Anfeuchten stärker auf.
Für unsere Strukturpellets sind Entstaubung und Staubarmut ausgewiesen. Angaben zu Verarbeitungstemperatur und Materialstruktur liegen in unseren Produktdaten derzeit nicht dokumentiert vor – wir ergänzen sie, sobald die Herstellerunterlagen vorliegen.
Saugverhalten und Verbrauch
Für die Strohpellets von Stroy ist eine Saugkraft von 401–450 % dokumentiert. Für die Strukturpellets ist die Saugfähigkeit als Herstellerangabe «saugstark» ausgewiesen, ohne Prozentwert. Ein belastbarer Verbrauchsvergleich zwischen beiden Produkten ist mit unserer Datenlage deshalb nicht möglich – Verbrauch hängt stark von Haltung, Pferd und Pflegeroutine ab.
Staub
Beide Produkte sind als staubarm ausgewiesen. Gemessene Staubwerte liegen für keines der beiden vor. Wer ein staubempfindliches Pferd einstreut, sollte zusätzlich auf schonendes Einbringen, Anfeuchten und grosse Gebinde achten.
Gebinde, Logistik und Kosten
- Strukturpellets: 25-kg-Säcke (40er-Palette), 600 kg und 800 kg im Big Bag, zusätzlich lose Ware pro Tonne mit Preisstaffel.
- Strohpellets: 15-kg-Säcke auf Palette, 65 Säcke pro Palette.
- Big Bags und lose Ware reduzieren Umschütten und Arbeitsaufwand – bei grösseren Betrieben der grösste Unterschied im Alltag.
- Preise und Staffeln stehen aktuell im Shop; sie ändern sich und sind hier bewusst nicht festgeschrieben.
Wann welches Produkt naheliegt
- Kleinere Betriebe mit Lagerung in Säcken: Strohpellets oder Sackware der Strukturpellets.
- Staubempfindliches Pferd: beide pelletierten Strohprodukte prüfen, Einbringung anpassen.
- Grossbetrieb, Laufstall, viel Einstreubedarf: Big Bag oder lose Strukturpellets.
- Pferd frisst Einstreu: strohbasierte Lösungen abwägen und Alternativen wie Waldboden oder Holzhäcksel prüfen.
Wichtige Einflussfaktoren
- Betriebsgrösse und Einstreudurchsatz pro Woche
- Lager- und Entlademöglichkeiten (Sack, Palette, Big Bag, Silo)
- Empfindlichkeit des Pferdes gegenüber Staub
- Pflegeroutine: tägliches Nachstreuen oder Tiefstreu
- Preis pro Tonne und Transportkosten
Häufige Fragen
Sind Strukturpellets einfach gröbere Strohpellets?
Nein, sie sind ein eigenständiges Produkt mit eigener Aufbereitung und Körnung. Beide bestehen aus Stroh, verhalten sich beim Einstreuen und beim Binden von Feuchtigkeit aber unterschiedlich.
Kann ich beide Produkte mischen?
Technisch ist das möglich, fachlich bringt es selten einen Vorteil: Die Vorteile von Struktur und Saugverhalten entfalten sich in der Regel in einem einheitlichen Aufbau.
Welches Produkt ist wirtschaftlicher?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind Preis pro Tonne inklusive Transport, Verbrauch pro Pferd und Woche sowie der Arbeitsaufwand beim Einstreuen.
Grenzen dieser Empfehlung
- Keine gemessenen Staubwerte für beide Produkte.
- Keine belastbaren Verbrauchsvergleichszahlen aus eigenen Messungen.
- Angaben zu Verarbeitungstemperatur und Materialstruktur der Strukturpellets fehlen in unseren Produktdaten.
Quellen und Stand
- Shop-Produktdaten ProFauna Strukturpelletsstaubarm, saugstark, Schweizer Weizenstroh; Gebinde 25 kg, 600/800 kg Big Bag, lose – Stand 05.11.2026
- Shop-Produktdaten Stroy Stroheinstreu Pelletsthermisch behandelt, keimfrei, staubarm, Saugkraft 401–450 %, 65 × 15 kg – Stand 05.11.2026
- Fachlicher Hinweis zur PelletierungPressform, Aufquellverhalten und Einbringung; keine Primärliteratur hinterlegt
Redaktioneller Stand: 2026-11-05. Gesundheitsthemen ersetzen keine tierärztliche Abklärung.